Sisi in echt – Wie die Kaiserin wirklich war
Shownotes
HINWEIS: Die Videoausgabe dieser Folge ist aktuell nur auf Spotify zu sehen.
Für diese Folge werfen wir uns in Schale. Feuer & Fan geht erstmals vor die Kamera, und Moderator Luis begrüßt Musical- und Cosplay-Enthusiastin Megan, die nicht nur als Gast, sondern gleich als Kaiserin Elisabeth höchstpersönlich erscheint. Anlass ist ihre große Leidenschaft für das Musical „Elisabeth“, das seit seiner Uraufführung 1992 ein bewusstes Gegenbild zur kitschigen Sissi-Ikone der 50er-Jahre entwirft. Statt “Papili”-Romantik stehen hier Tod, Freiheitsdrang, politische Spannungen und das innere Ringen einer jungen Frau im Mittelpunkt, die unerwartet zur Kaiserin von Österreich-Ungarn wird. Zudem näht und schneidert Megan leidenschaftlich und geht mit ihren selbstgemachten Kostümen regelmäßig zu Cosplay-Treffen. So auch mit ihrem Elisabeth-Kleid, das sie dem Musical originalgetreu nachempfunden hat. Luis und Megan sprechen über die Faszination gegenüber historischen Figuren, über Musical als ernstzunehmende Kunstform und über die Frage, warum uns das Leid privilegierter Herrscher:innen bis heute so anzieht. Sie vergleichen das Musical mit der Biografie „Elisabeth – Kaiserin wider Willen“ von Brigitte Hamann, diskutieren Schönheitskult, Mutterschaft, Nationalismus und die Darstellung von Elisabeth als widersprüchliche, fehlerhafte – und gerade deshalb so moderne – Figur.
Zu Gast: Megan Kreileder-Willis
Moderation: Luis Kirchner
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In dieser Folge haben wir folgende Werke und Quellen erwähnt:
Brigitte Hamann: “Elisabeth - Kaiserin wider Willen”, Biografie, 1982 (3. Aufl.)
Musical “Elisabeth”, von Michael Kunze und Sylvester Levay, Uraufführung 1991, “Schönbrunn-Version” 2022
Rezension zum Musical “Elisabeth” auf YouTube
Joseph Roth: “Radetzkymarsch”, Roman
Musical “Cabaret”, von John Kander und Joe Masteroff, Uraufführung 1996
Serie “The Crown”, Netflix 2016-2023
Film “Sissi”, von Ernst Marischka, mit Romy Schneider, 1955
Animuc – Convention in Fürstenfeldbruck: https://animuc.de/
Transkript anzeigen
00:00:02: Das ist irgendwie ein bisschen ungewohnt, merk ich.
00:00:04: Das ist immer immer den Rock.
00:00:06: Das ist nochmal ein ganz anderes Gefühl.
00:00:08: Aber schick siehst du aus.
00:00:09: Also, das steht dir sehr gut.
00:00:11: Danke.
00:00:15: Ich
00:00:15: brenne, ich brenne für dieses Thema.
00:00:19: Feuer und Fan.
00:00:21: Der Podcast über Obsessionen, eigentümliche Interessen und die Kulturthemen, über die ein keiner lange genug reden lässt.
00:00:28: Und ihr müsst zuhören.
00:00:30: Dürft zuhören.
00:00:31: Dürft zu hören.
00:00:38: Herzlich willkommen, liebe Hörerinnen, zu einer neuen Folge Feuer und Fan.
00:00:42: Heute zur Uppsala.
00:00:43: Ich schmeiß hier gleich das Glas um.
00:00:46: Zur ersten Videofolge unseres Podcasts.
00:00:50: Wir winken einmal in die Kamera.
00:00:51: Hallo.
00:00:51: Hallo.
00:00:53: Genau.
00:00:54: Mein Name ist Louis.
00:00:54: Ihr kennt mich schon.
00:00:55: Ich bin Moderator hier vom Podcast und heute ist bei mir zu Gast Megan.
00:00:59: Hallo.
00:00:59: Schön, dass du da bist.
00:01:00: Hallo,
00:01:01: Louis.
00:01:01: Danke, dass ich da sein darf.
00:01:02: Ja, ich freue mich sehr und ... Ich bin wirklich sehr begeistert, dass du auch so viel, ich sag mal, effort reingesteckt hast in diese Folge und dich hier so ganz anders präsentierst, als ich dich sonst im Alltag erlebe, kann ich hier verraten, dass du sonst nichts immer in diesem Kleid rumläufst.
00:01:22: Aber magst du etwas dazu sagen, warum bist du heute so angezogen?
00:01:27: Was hat das mit unserem Thema zu tun?
00:01:28: Und warum hat das auch eine bestimmten Bezug zu einer Leidenschaft von dir?
00:01:34: Das ist ja sehr gerne.
00:01:36: Dass ich sonst nicht so angezogen bin, das wird jeder, der mich kennt, gerne unterschreiben.
00:01:42: Auch heute früh, als ich hierher gefahren bin, sah ich auch ganz anders aus.
00:01:47: Genau, also ich bin heute gekleidet als die Kaiserin Elisabeth.
00:01:53: Und eine bestimmte Version, nämlich die Version von dem berühmten Porträt von Franz Xaver Winterhalter.
00:01:58: Das ist ja das mit diesen Diamantsternen im Haar, in dem weißen Kleid.
00:02:03: Und mit unserem Thema hat es zu tun, dass wir heute über das Musical Elisabeth sprechen.
00:02:08: Das ist ein Musical, das eben das Leben der Kaiserin Elisabeth nachzeichnet und ich bin ein unfassbar großer Musical-Fan.
00:02:16: Und ich interessiere mich auch sehr für Kaiserin Elisabeth.
00:02:20: Ich habe dieses Kleid, habe ich... Vor sechs Jahren habe ich das genäht, weil ich eben die Biografie von Brigitte Hamann, Kaiserin Wiedervillen, wir haben sie hier auch mit von der Partie, die habe ich gelesen und ich fand das super spannend, weil wir kennen ja alle diese diese Ernst-Mariska-Sissi-Filme aus den Fünfzigern.
00:02:40: und dass da eigentlich eine ganz andere Frau und Persönlichkeit dahinter steckt, das wusste ich lange nicht.
00:02:45: Also das fand ich super spannend genau und warum ich eben heute wie sie angezogen bin.
00:02:50: Ein weiteres Hobby von mir ist das Cosplay, also beim Cosplay für alle, die es nicht wissen, sucht man sich einen Charakter aus einem Film oder einem Buch, in meinem Fall aus einem Musical und versucht den möglichst originalgetreu darzustellen.
00:03:03: Also man schminkt sich so, man frisiert sich so, man zieht sich so an.
00:03:07: Ich hab das von ganz vielen Charakteren und ich dachte mir, wenn wir schon über meine Leidenschaft das Musical sprechen, dann muss ich mich auch dementsprechend anziehen.
00:03:16: Ja, und ich war auch ehrlich gesagt total begeistert, als du das vorgeschlagen hast und gesagt hast, ich würde auch als Elisabeth auftreten, hab ich gesagt, absolut total gerne.
00:03:25: Und ich hab nur versucht, ein bisschen was ebenfalls beizusteuern, indem ich das Dirndl meiner lieben Mutter an habe.
00:03:32: Liebe Grüße an der Stelle.
00:03:33: Aber ich mein ... Das ist ja absolut on-on-theme.
00:03:36: Also, ich mein, Elisabeth war zwar eine österreichische Kaiserin, aber geboren ist sie ja in Bayern, in München sogar.
00:03:42: Ja, in Possenhofen.
00:03:43: Sie hat in Possenhofen groß geworden, oder?
00:03:45: Genau, in Possenhofen am Stanberger See ist sie groß geworden, aber geboren ist sie im Palais von ihrem Vater Max an der Lutikstraße.
00:03:51: Also, da, wenn man vom Odeonsplatz zur Uni geht, kann man auch noch die Gedenktafel sehen an diesem Gebäude.
00:03:57: Muss
00:03:57: ich das nächste Mal machen, da bin ich ja doch öfters.
00:03:59: Genau.
00:04:00: Genau, und auch die Schürze kann ich hier kurz einmal hervorheben.
00:04:04: hier so eine Art Jagdszene so mit drauf.
00:04:08: Und das erinnert natürlich auch an die Filme, die du schon angesprochen hast.
00:04:12: Die ist ja auch sehr bekannt, würde ich mal sagen.
00:04:15: Aber bevor wir jetzt noch zum Hauptthema nämlich Elisabeth kommen, würde ich trotzdem noch mal kurz, sag noch mal vielleicht noch ein paar, zwei, drei weitere Sätze zum Cosplaying.
00:04:25: Also wie bist du dazu gekommen und wie läuft das so ab?
00:04:28: Also wie, ja, wie lebt man dieses Hobby?
00:04:32: Also zum Cosplay'n bin ich gekommen, zwei Tausend siebzehn.
00:04:36: Da war ich siebzehn Jahre alt.
00:04:38: Und ich hab mich schon immer gern verkleidet.
00:04:40: Also als Kind nichts lieber als verkleiden.
00:04:43: Fast schon, wenn man eine liebste Zeit, weil ich einfach das so toll gefunden hab, mal jemand anderes zu sein und so.
00:04:48: Ich hab auch immer gerne gelesen und Filme geschaut, vor allem Disneyfilme.
00:04:53: Und dann diese Charaktere, die ich in den Filmen und in den Büchern schon so toll fand.
00:04:58: Die zu sein, das fand ich so, so spannend.
00:05:02: Und dann, ja, mit siebzehn so Instagram.
00:05:04: Und da bin ich eben auf verschiedene Cosplayer gestoßen.
00:05:07: Und da hab ich dann gesehen, Mensch, das kann man ja als Hobby machen.
00:05:10: Ich war dann auch auf einer Comic-Con das erste Mal, also so eine Comic-Messe.
00:05:15: Und hab da auch diese ganzen Menschen gesehen, die so krass verkleidet waren.
00:05:17: Ich weiß noch, auf dem Heimweg dachte ich mir, das mach ich auch.
00:05:20: Ich komm heim und ich mach das auch.
00:05:23: Genau, und so bin ich dazu gekommen.
00:05:26: Toll, dass das auch so ein richtig ein einsteigenden Moment gab.
00:05:30: Ja, das war schon diese Comic-Con, wo ich halt gesehen habe, so diese ernsten Menschen, die machen das.
00:05:34: Und mir war das vorher gar nicht klar, dass das ein Hobby sein kann.
00:05:38: Also ich hab auch vorher immer gerne genäht.
00:05:40: Ich hab dann mit sechzehn eine Ausbildung zur Maßschneiderin gemacht, was auch beim Cosplay natürlich sehr hilfreich ist.
00:05:47: Gerade das Nähen ist ja jetzt nicht ... Man wacht ja nicht auf und weichen immer näht.
00:05:51: Das erinnert ... Also, liebe Hörerinnen, erinnert euch an die Handarbeit, Folge mit Ella.
00:05:56: Ja, es kommt nicht von jetzt auf gleich.
00:05:58: Das stimmt.
00:05:59: Und da war die Ausbildung einfach sehr hilfreich, weil ich da so viel gelernt hab, was ich dann so routinemäßig angewendet hab.
00:06:05: Und genau so bin ich da dazugekommen.
00:06:09: Ja, toll.
00:06:10: Also, das heißt auch noch mal zum Cosplaying gehört auch, dass selbst ... schneiden, nähen, das Kostüms auch fest mit dazu.
00:06:17: Ist das so?
00:06:18: Also es gibt Menschen, die die auch kaufen, das ist ja alles kein Problem.
00:06:21: Ich meine, es hat ja auch nicht jeder die Zeit oder auch die Skills, einfach das zu machen.
00:06:25: Aber so grundsätzlich liegt die Freude für mich schon in dem selber machen, in den Planen, welche Stoffe verwende ich, wie ziehe ich das auf, wie entwerfe ich das, dann wie mache ich die Perücke, das Make-up dazu.
00:06:37: Also ein großer Teil ist schon das selber machen für mich auch, was mir daran so viel Freude bereitet.
00:06:43: Und wenn man gerade so durch dieses selber machen, kommt man dem Charakter auch noch mal ein Stück näher.
00:06:50: Weil man befasst sich damit, wie hätte der sich gekleidet?
00:06:53: Wie fühlt sich das jetzt an meinem Körper an?
00:06:55: Steh ich vielleicht dadurch auch anders?
00:06:57: Ist meine Haltung anders?
00:06:59: Und ich selber hör immer, wenn ich einen Cosplay nähe oder irgendwas Craft dafür, hör ich immer sehr gerne Podcasts, die so thematisch ... Oder guck mir Dokus an nebenbei.
00:07:09: Also ich mag so das Immersive dran.
00:07:12: Toll.
00:07:13: Sehr schön.
00:07:15: Du hast ja auch die Comic-On angesprochen.
00:07:16: Es gibt dann auch Treffen, wo man sich trifft und das Kostüm zeigt.
00:07:20: Oder wie ist das?
00:07:21: Genau, also vor allem auf so Conventions wird das gemacht.
00:07:25: In München zum Beispiel haben wir die Animuk, die ist beim Kloster Fürstenfeld Brook einmal im Jahr.
00:07:30: Da geh ich sehr, sehr gerne hin oder halt auch die klassischen Comic-Cons.
00:07:33: Da gibt's die Comic-Con Dortmund und die Comic-Con Stuttgart in Deutschland.
00:07:39: Und es gab auch mal eine in München, aber die hat leider Corona nicht überlebt.
00:07:43: Genau.
00:07:44: Und viele leben das eben auch durch Fotoshootings.
00:07:47: Also, man trifft sich zusammen mit Freunden und mit einem befreundeten Fotografen.
00:07:52: Und macht dann Bilder im Stil der Charaktere.
00:07:55: Ah, toll.
00:07:55: Genau.
00:07:56: Und ich könnte mir vielleicht auch vorstellen, ich meine, jetzt bei Barbie oder so war das ja, oder bei Wicked gab es ja auch ganz viele Leute, die auch ins Kino verkleidet gekommen sind.
00:08:04: Das ist sicher auch ein guter Anlass dafür, oder?
00:08:06: Ja, ich hab tatsächlich auch einen Kumpel der Captain America Cosplay auch sehr gut.
00:08:11: Und wenn ein neuer Marvel-Film in die Kinos kommt.
00:08:13: geht ja schon auch so ins Video.
00:08:16: Das ist halt auch die Freude daran, dass man auch andere Menschen daran teilhaben kann.
00:08:20: Ich hab da schon so schöne Gespräche geführt, so, ah, warum ist die komische Frau so angezogen?
00:08:25: Oder vor allem auch Kinderliebendes.
00:08:27: Ja, ja, ja.
00:08:27: Und die
00:08:27: sind dann auch da ganz anders.
00:08:30: So die Erwachsenen, gerade in den Öffis, wenn man irgendwo hinfährt, die gucken dann und dann lächelt man sie an und gucken sie weg.
00:08:35: Und Kinder
00:08:36: sind dann noch viel offener, die fragen dann auch so, warum bist du so angezogen?
00:08:40: Und dann erklärt man denen das.
00:08:42: Also, das ist auch schön, das zu teilen irgendwie.
00:08:46: Also, das kann ich absolut nachvollziehen.
00:08:47: Ich fand auch immer Fasching ganz toll, war auch bei uns ganz groß in unserer Familie schon immer.
00:08:52: Und ja, wie du sagst, dieses Gefühl, in einer anderen Rolle mal zu schlüpfen, ist einfach unbeschreiblich, würde ich auch immer sagen.
00:09:01: Ja, und das ist ja grad das Schöne an Kleidung in dem Sinne, dass sie uns halt auch eine Möglichkeit gibt, für einen Moment jemand anders zu sein.
00:09:09: Und wenn uns das nicht gefällt, dann legen wir's ab.
00:09:12: und werden wieder jemand anderes.
00:09:14: Ja, absolut.
00:09:16: Ja gut, Megan, dann gehen wir mal rüber zur Kaiserin Elisabeth von Österreich.
00:09:22: Ich weiß ihren gesamten Titel jetzt leider nicht auswendig, aber weiß nicht.
00:09:26: Ich weiß die leider auch nicht.
00:09:27: Das wäre sehr impressive gewesen, wenn ich den so aufsagen könnte.
00:09:30: Wie diese Kaiser von Österreich, die haben ja auch dann ... Von Gottes Gnaden und
00:09:36: Königlich und Kaiserlich.
00:09:37: Und das
00:09:38: Beste ist, dass immer ein EZ-Taker auch im Namen drin ist.
00:09:42: Aber gut, vielleicht müssen wir ganz am Anfang ein paar Dinge klären, weil wir reden ja eigentlich interessanterweise heute auch über ein paar Dinge nicht mehr oder weniger, sag ich jetzt mal.
00:09:52: Wir werden sich ja vielleicht noch mal streifen.
00:09:55: Fand ich interessant, dass du bisher immer von Elisabeth gesprochen hast.
00:10:00: Ich glaube, die meisten kennen diese Person unter den Namen Sissy.
00:10:05: Ist das eine Präferenz von dir, oder steckt da noch mehr dahinter?
00:10:09: Also, ich muss sagen, dass Sissy verbinde ich halt immer sehr mit den Ernstmariska-Filmen.
00:10:13: Ja, ja.
00:10:13: Und für mich ist da schon eine sehr klare Trennung, weil ... Ich weiß nicht, die Filme sind schön zum Anschauen.
00:10:19: Ich hab mir die auch an Weihnachten schon mal angeschaut, aber die spiegeln halt ... Die Realität einfach nicht wieder.
00:10:24: Sie war ja nicht so eine eindimensionale Person wie in dem Film, sondern sie war eine echte junge Frau, die auch in ihrem Leben ganz viele Wandlungen auch durchgemacht
00:10:34: hat.
00:10:35: Und
00:10:36: Elisabeth einerseits eben, weil ich finde, das ist noch mal komplexer.
00:10:40: Und andererseits das Musical, also der Titel des Musicals ist ja auch Elisabeth.
00:10:45: Ich finde, da haben sie eine sehr gute Entscheidung daran getroffen.
00:10:47: Einerseits, um sich von den Filmen abzugrenzen, aber andererseits auch ... um ihr noch mal ein bisschen mehr eigene Persönlichkeit zu geben.
00:10:55: Ich meine natürlich, Sissy war der Spitzname in der Familie, also geschrieben auch nur mit einem S in der Mitte, in den Ernst-Mariska-Filmen ist es ja mit zwei.
00:11:03: Genau, also ich finde diese Abgrenzung auch einfach ein bisschen wichtig, dass man über Elisabeth die historische Persönlichkeit und nicht Sissy die Filmfigur spricht.
00:11:11: Ja, das ist auch sehr gut.
00:11:13: Ich meine, Sissy an sich ist ja dann auch sehr ausgeschlachtet.
00:11:17: Wenn man so will, ich denke mal, wenn man nach Wien kommt, wird man nie ... kommt man ihr quasi gar nicht aus, sozusagen.
00:11:26: Nein.
00:11:28: Und auf jeden Fall eine sehr spannende Unterscheidung.
00:11:31: Ich meine, das Buch, wie gesagt, was du ja auch gelesen hast, ich hab es ja auch ein bisschen vor angeschaut, heißt ja auch Elisabeth, Kaiserin wieder Willen, da werden wir sich auch noch drauf zu sprechen kommen.
00:11:41: Und ich nehm mal mal an, aus dem Grund sprechen wir auch heute nicht zentral über die Filme.
00:11:48: die wir oder die sehr viele von uns wahrscheinlich auch kennen.
00:11:51: Genau, ja.
00:11:52: Also mich hat halt einfach das fasziniert, wie gut in diesem Musical-Ansätze aus der Biografie überführt würden.
00:12:00: Also ich habe mir das Musical angeschaut und ich habe teilweise die Zahlen von den Liedern, das klingt fast schon so.
00:12:08: dass man sich Ansätze aus der Biografie erinnert.
00:12:10: Das ist so genau übernommen.
00:12:12: Und ich finde einfach auch das ganze Gefühl von dem Lesen von der Biografie, das hatte ich beim Schauen von dem Musical auch wieder.
00:12:20: Sehr spannend.
00:12:20: Ja, ich hab das Musical auch gesehen.
00:12:22: Ich weiß leider nicht mehr genau, wann, aber im Deutschen Theater in München lief das.
00:12:26: Oder gastierte das irgendwie.
00:12:27: Ich hab ja auch jetzt im Vorfeld gesehen, es ist ja auch auf Tour gegangen.
00:12:31: Kannst du vielleicht da auch noch ein bisschen was zu sagen, wie ist denn dieses Musical?
00:12:36: überhaupt entstanden.
00:12:37: Wenn ich das richtig gesehen hab, fing das in den neunzigern an.
00:12:40: Genau, also das wurde in zwei und neunzig Uhr aufgeführt.
00:12:43: Und zwar waren das Michael Kunze, der das Liberetto geschrieben hat.
00:12:48: Und Silvester Levey, der die Musik geschrieben hat.
00:12:52: Ganze entstand einfach aus einem Wunsch heraus, ein authentischeres Bild von Elisabeth zu zeichnen.
00:12:58: Weil jeder, wie du schon meintest, jeder kennt die Filme.
00:13:00: Und die sind ja bisweilen schon ein bisschen, sag ich jetzt mal, weit entfernt von der Realität und auch ein bisschen kitschig.
00:13:07: Und sie wollten da einen anderen Umgang bisschen damit finden.
00:13:11: Und da schon auch ein Musical, das jetzt nicht in allen Punkten historisch akkurat ist, aber näher an der echten Elisabeth als an Romy Schneider.
00:13:20: Mhm.
00:13:21: Ja.
00:13:23: sehr toll.
00:13:23: und dann gibt gab es ja auch noch eine, wie soll ich sagen, wenn ich das richtig verstanden habe, auch noch mal eine neue Neuauflage in den letzten Jahren, so habe ich das zumindest aus einem YouTube Video, was ich auch gerne in den Journal zur Linke entnommen.
00:13:37: Die gefeierte, schönen Brunnenversion habe ich mir aufgeschrieben.
00:13:41: Genau, die schönen Brunnen-Version ist tatsächlich auch meine Lieblings-Version, weil ich finde, gerade bei einem Musical, so, wenn das Ohr aufgeführt wird, und das kommt dann auch sehr, sehr gut an meistens.
00:13:53: Aber manchmal wird halt einfach noch vieles perfektioniert.
00:13:56: Da werden Lieder hinzugefügt, die noch mal einfach besser dem Sinn der Charaktere entsprechen.
00:14:00: Und so war es eben auch hier.
00:14:02: Ich weiß nicht, zum Beispiel, kennst du Cabaret das Musical?
00:14:05: Ja.
00:14:05: Genau, da wurden ja auch einige Lieder, zum Beispiel Maybe This Time, das ja auch im Film mit Liza Minnelli, für denen geschrieben wurde.
00:14:12: Und seitdem ist das aus den anderen Musical-Produktionen nicht mehr wegzudenken.
00:14:16: Ah,
00:14:16: spannend.
00:14:16: Genau, und so ist es eben auch bei der Schimpon-Version.
00:14:21: Ja, sehr interessant.
00:14:21: Mir ist da auch ein, in dem Video ist auch ein Begriff aufgeschnappt, dass es halbinzenatorisch ist, das Musical.
00:14:28: Das heißt, also auch als ich es gesehen habe im deutschen Theater, hatte man die Musikerinnen auf der Bühne, was es ja öfters gibt bei Musicals, zum Beispiel bei Chicago ja auch ganz typischerweise.
00:14:38: Und das heißt also, es wurde ... wenig mit Bühnenbild-Elementen gearbeitet, sondern die Darstellerinnen stehen viel auf der Bühne und singen und sind.
00:14:51: Es wird sehr viel mit Blicken und dann auch mit Lichteffekten im Hintergrund gearbeitet.
00:14:57: Also eigentlich ist es ja sehr abstrakt, was man vielleicht bei einem Thema wie Kaiserin Elisabeth und wenn man die Filme auch gerade im Hintergrund hat und die ganze Vollklohre, die damit auch gerne in Österreich, aber auch hierzulande darf man sehr gerne nichts vormachen, betrieben wird.
00:15:12: würde man ja gar nicht erwarten.
00:15:13: Genau, das stimmt.
00:15:14: Aber ich finde, gerade bei so einem Thema bietet sich das einfach auch an.
00:15:18: Das Musical Elisabeth wird ja auch beschrieben, es ist ... eine Art Totengesang.
00:15:23: In dem Musical geht es ja darum, dass Elisabeth ihr ganzes Leben lang vom Tod sozusagen verfolgt wird und auch ein bisschen mit dem Tod liebäugelt.
00:15:32: Der Tod ist ja auch ein Charakter in dem Musical, der auch so bisschen eine Narrativfunktion übernimmt.
00:15:38: Und ich finde, gerade für so eine ernste Thematik eignet sich das schon so dieses so bewusst zurückgehaltene, das halt den Fokus wirklich auf den Gesang und auf die Beziehungen der Charaktere legt.
00:15:50: Also das ... Ich hab's jetzt in keinster Art und Weise vermisst.
00:15:55: Und ich finde, das eignet sich einfach grad bei so einer Geschichte sehr, sehr ... es eignet sich sehr.
00:16:00: Absolut.
00:16:00: Und deswegen würde ich auch sagen, das Musical ist auch noch mal eine interessante Ergänzung, wenn man eben nur so die Sissy aus den Filmen kennt.
00:16:07: Und wenn man dann mal so eben, wie du sagst, zur Kaiserin Elisabeth noch mal eine ganz andere ... ja, herangehensweise mitkriegt.
00:16:15: Ich glaube, das ist jetzt kein großer Spoiler, weil es am Anfang des Musicals passiert.
00:16:20: Es geht ja mit ihrer Ermordung eigentlich los und ihr ... Äh, wie heißt das?
00:16:27: Assassin, ihr ...
00:16:28: Attentäter?
00:16:29: Ja, Attentäter, oder?
00:16:31: Schon, schon Attentäter.
00:16:33: Das mag ich immer nicht, wenn mir das deutsche Wort nicht einfällt.
00:16:35: Also, ihr Attentäter ist ja auch eine eigene Rolle und das ist ja auch ein interessantes Spannungsverhältnis, dass sie einerseits mit diesem Tod immer wieder in so einem Art ... Ja, Kampf oder auch in dem Kampf mit sich selbst, so hab ich es ja auch immer.
00:16:52: Also hab ich das wahrgenommen, als ich das Musical gesehen hab.
00:16:55: Steckt und dann kommt der Tod, blöd gesagt, aber von außen.
00:16:59: Und hat nichts mit ihrer Person an sich zu tun, sondern mit ihrer Rolle, die sie erfüllt.
00:17:04: Nämlich ein Italiener, der eben, wie heißt das, ihre Dentist, glaub ich, war.
00:17:09: Genau, Anna, ich ist
00:17:10: auch.
00:17:10: Genau.
00:17:11: Und der halt sie als Herrscher-Person ... ermordet hat, weil sie diese Rolle, weil sie für das Kaiser- und Königreich Österreich Ungarn steht.
00:17:23: Ja, ich find das im Musical wird das irgendwie sehr organisch gelöst, wie sich die zwei kennenlernen.
00:17:28: Also es beginnt ja mit einer Szene, in der Sissy damals noch als Kind.
00:17:33: Einfach sehr ... Wie sagt man denn?
00:17:35: Das find ich auch wieder ein Tomboy.
00:17:37: Die ist halt kein typisches Mädchenmädchen.
00:17:39: Die reitet gerne, die klettert gerne mit den Brüdern auf Bäumen.
00:17:43: Ja.
00:17:43: Und sie interessiert sich auch sehr für den Zirkus, weil ihr Vater, Herzog Max, hatte ja auch einen Privatsirkus.
00:17:49: Ah, das ist sicher.
00:17:50: Genau.
00:17:50: Und im Musical selbst möchte sie da so ein Zirkustheaterstück ausprobieren und fällt und verletzt sich.
00:17:58: Und da lernt sie den Tod kennen.
00:17:59: Und es wird so dargestellt, der Tod verliebt sich in sie.
00:18:04: Und also er ... Normalerweise muss er die Menschen mitnehmen, wenn es ihre Zeit ist.
00:18:09: Aber hier im Musical ... ist ja ganz fasziniert und etwas an ihr ist anders.
00:18:14: Und es wird so als Verlieben dargestellt.
00:18:17: Und sie erkennt ihn, sie kann ihn sehen und er begleitet sie dann das restliche Leben und auch an Situationen, wo es ihr sehr, sehr schlecht geht.
00:18:25: Zum Beispiel dann in den ersten Jahren ihrer Ehe.
00:18:28: Man weiß das ja aus den Filmen.
00:18:30: der Konflikt mit der Schwiegermutter, aber auch dieses Zurechtfinden in dieser repräsentativen Rolle finde eigentlich noch sehr jung.
00:18:37: Also die war ja sechzehn, als sie geheiratet hat.
00:18:40: Das muss man sich mal vorstellen.
00:18:42: Da war sie ja auch von Krankheit und Angstzuständen geplagt.
00:18:47: Und da kommt der Tod dann als Erlöser.
00:18:50: So, komm doch mit mir.
00:18:52: Geh mit mir, ich führe dich in eine bessere Welt sozusagen.
00:18:57: Ganz spannend, wie es dann einerseits ... Sie lernen sich kennen, er verliebt sich in sie.
00:19:03: Dann ist er so die Zuflucht der Ausweg.
00:19:06: Aber als sie dann ... stark genug wird, das Leben ohne ihn zu meistern, da kippt dann die Stimmung.
00:19:12: Und dann ist er ... Genau, und das ist dann dieser ... diese Pipeline so von erst verliebt in, okay, wenn du nicht mit mir willst, dann halt ohne mich, aber auf meine Art und Weise.
00:19:26: Im Laufe der Geschichte ist es ja auch so, Elisabeth Sohn, Grundprinz Rudolf hat ja Selbstmord begangen.
00:19:31: Und die Figur des Todes ... Also er lernt ja den Tod auch als Kind kennen, wo's ihm schlecht geht.
00:19:38: Wird dann als Erwachsener, wenn man verzweifelt hat, und der Tod kommt dann so als Ausweg zu ihm und nimmt erst ihren Sohn mit und später dann sie.
00:19:48: Ja, das ist auch, gebe ich auch zu, ein sehr, sehr schwerer Stoff.
00:19:53: Ein sehr, sehr schweres, ähm, ein sehr schwerer Geschichte, finde ich auch.
00:19:58: Und es geht, also ich merke auch, also ich erinnere mich auch, dass es mir sehr nahe gegangen ist.
00:20:04: im Musical.
00:20:05: So.
00:20:07: Und zeigt vielleicht auch ein bisschen, dass Musical auch nicht immer nur Heiter und lustig unterhalten ist, was ja, glaube ich, doch öfters mal gerade hierzuleimt immer noch ein, eigentlich sagen wir, ein Stereotypenklischee verbreitet ist.
00:20:22: Definitiv.
00:20:23: Also das ist auch, was ich am Musical so liebe, weil es einfach von den ernsteren Themen nicht zurück schreckt.
00:20:28: Also in ... Dem im Musical selbst gibt's auch Lieder, die sich so mit dem aufstrebenden Nationalismus der Zeit befassen, so wie beim späten neunzehnten Jahrhundert.
00:20:39: Es
00:20:39: gibt ja auch eine Stelle, wo auch explizit der Nationalsozialismus dann schon vorgegriffen wird.
00:20:44: Aber da kommen wir vielleicht noch nachher zum...
00:20:46: Genau.
00:20:47: Und eben weil's einfach so diese tieferen, ernsteren Themen sind, finde ich, hat's nochmal eine ganz andere Bedeutung.
00:20:54: Also ich liebe ja auch, wie vorher schon erwähnt, Cabaret, einfach weil so dieses dieses Erstarken der Nazis und diese schwierige Zeit in der Weimarer Republik.
00:21:03: Das ist so eine interessante Zeit.
00:21:05: Und ein Musical kann das, finde ich, noch mal ganz anders vermitteln.
00:21:09: Und so ist es auch bei Elisabeth, wie schon gesagt.
00:21:11: Das war ja eine Frau, die zeitlebens einfach mit sich und ihrer Stellung gehadert und gekämpft hat.
00:21:17: Ja.
00:21:19: Wir machen vielleicht noch mal so einen Schnitt und gehen noch mal so ein bisschen biografisch an das Ganze ran.
00:21:24: Also ... Sissi haben wir schon geklärt, kommt in München zur Welt und ist die Tochter des Herzogs Max in Bayern, wenn ich das richtig
00:21:33: finde.
00:21:33: Genau, also die herzogliche Linie der Wittelsbacher, nicht diejenigen, die den König gestellt haben, aber so eine Nebenlinie.
00:21:40: Genau.
00:21:40: Und wächst dann größtenteils in Possenhofen bei Starnberg und Starnberger See auf.
00:21:46: Und ja, wie ist denn für dich so der Unterschied im, also ... Im Musical Elisabeth wird ja auch teilweise ihre Kindheit dargestellt.
00:21:55: Versus dann eben diese Biografie von ... Wie heißt sie gleich?
00:21:59: Wie geht der Harman?
00:22:00: Wie
00:22:00: geht der Harman?
00:22:01: Danke.
00:22:03: Ja.
00:22:05: Ich sehe vor allem den Kontrast darin, wie die Familie dargestellt wird.
00:22:08: Ich mein, in den Ernst-Mariska-Filmen ist der Vater der Herzog Max der geliebte Papili, der sich so mit den Kindern vergenauert.
00:22:17: Die Kinder lieben ihn und die Ludovica, die Mutter ist so bisschen verzweifelt, aber dennoch sind alle einander wohlgesonnen.
00:22:24: Aber in echt war das ja ganz anders.
00:22:25: Die beiden Herzog Max und Ludovica, das war eine arrangierte Ehe, die wollten nicht heiraten, und das hat sich auch im Familienleben gespiegelt.
00:22:34: Die Elisabeth ist in einer nicht so glücklichen Familienatmosphäre aufgewachsen.
00:22:40: Weil ihre Eltern, also König Max, Herzog Max, hat sie auch mit der Treue nicht so streng gehalten.
00:22:49: Und es war schon nicht so das heile Familienumfeld, das in den Filmen da gespiegelt wird.
00:22:54: Aber was halt schon stimmt, weil sie auch die herzogliche Linie der Wittelsbacher waren, Diese ganzen Erwartungen waren da nicht so schlimm.
00:23:01: Die konnten da Monate am Stück in Possenhofen sein.
00:23:04: Und sie musste auch nicht so wie die typischen jungen Damen der Zeit, sag ich jetzt mal, vom Betragen und Benehmen her, sie konnten eigentlich machen, was sie wollten, eine Zeit lang.
00:23:15: Und dann dieser Kontrast zwischen dem Aufwachsen und dem späteren höfischen Leben in Wien, das fand sie schon immer sehr schwierig.
00:23:23: Ja, das ist, glaub ich, auch die ... die Faszination vielleicht auch, weil das wird ja auch in der Biografie so dargestellt.
00:23:31: Und das ist ja, glaub ich, auch im Musical so, dass Sissi Jani erwartet oder Elisabeth oder niemand eigentlich erwartet hat, dass sie die Kaiserin von Österreich wird.
00:23:42: Überhaupt nicht.
00:23:43: Das wird ja auch im Musical in dem Lied, so wie man plant und denkt, wunderbar dargestellt.
00:23:48: Es war ja ursprünglich gedacht, dass Kaiser Franz Josef, der ja Sissis Cousin war tatsächlich.
00:23:55: seine und ihre, die Mütter waren Schwestern.
00:23:59: Und es war ja gedacht, dass er eigentlich jemand ganz anderen heiraten soll.
00:24:01: Also die historischen Quellen streiten sich dann ein bisschen.
00:24:04: Es gibt mittlerweile auch Quellen, die sagen, die Helene, die Schwester von der Sissi war jetzt, also die war nicht die erste Wahl, wie das auch im Musical tatsächlich dargestellt wird.
00:24:13: Aber was schon stimmt, dass sich der Kaiser halt überraschend in Sissi verliebt hat.
00:24:18: Also an seinem Geburtstag in Bad Ischel, sind sie eben zur Sommerfrische, haben sie sich getroffen und er hat sich eben dort in sie verliebt.
00:24:28: Und zwei Tage später war für ihn klar, die oder keine.
00:24:31: Also, keiner hat damit gerechnet, dass ... Sie wurden ja auch oft so als Bauernadel bisschen
00:24:38: beschimpft, sage
00:24:39: ich mal, dieses Familie.
00:24:41: Keiner hat damit gerechnet, dass so dieses kleine Mädchen aus dem Bauernadel da dann die Kaiserin von Österreich wird.
00:24:47: Ja.
00:24:48: Und das ist ja auch das Faszinierende vielleicht auch, weil es ist ja so diese Kombination einerseits ... weiß man ja, dass eben eh gerade auch zu dieser Zeit und besonders in Adelsfamilien eine sehr funktionale Bedeutung, eine politische, hochpolitische Bedeutung hatten.
00:25:02: Und in der Biografie wird es ja auch sehr schön ausgeleuchtet, was wieder die Sophie, also die Mutter von Franz auch überlegt hat, welche Verbindung am geschicktesten wäre, um eben da einen politischen Vorteil herauszuschlagen.
00:25:19: Und dann trotzdem aber wirklich so was emotionales, menschliches sozusagen mit reinkommt.
00:25:26: Aber da fand ich interessant, weil so, wie ich das aus Musical wahrgenommen hab, war das von Anfang an so, dass eigentlich, also so wird es dargestellt, meiner Meinung nach, dass Sissy, ich sag jetzt immer, Sissy irgendwie intuitiv, ich hoffe, du nimmst es mir nicht
00:25:39: übel.
00:25:39: Das ist absolut kein Problem.
00:25:43: Dass sie ihn wirklich nie geliebt hat, Franz.
00:25:48: sondern eben einfach, ja, nicht nein sagen konnte, weil das ist der Kaiser von Österreich.
00:25:53: Während mein Eindruck war jetzt bei dieser Biografie, dass sich da Brigitte Hamann schon sehr, also schon irgendwie auch gesagt hat, am Anfang war das eine glückliche Ehe zwischen Franz und Sissi.
00:26:06: So zitiert er ja auch so gedichtet.
00:26:08: Lisa Bitter hat ja auch ganz viele Gedichte verfasst in ihrem Leben, wo sie auch so den ... heiteren Jahren, Anfangsjahren, der ihrer Ehe mit Franz nachtrauert.
00:26:20: Also was man, glaube ich, da auch nicht vergessen darf, die war halt fünfzehn, als diese ganze Verlobungsgeschichte anfing.
00:26:26: Und ich glaube schon, man kann schon vielen Quellen entnehmen, dass da schon am Anfang ehrliche Zuneigung.
00:26:33: Vorhanden war ihrerseits.
00:26:35: Also es gibt ja auch in dem Buch wird es ja auch zitiert, wörtlich zitiert.
00:26:40: Ich habe den Kaiser so lieb, wenn er nur kein Kaiser wäre.
00:26:43: Und das ist eben das große Problem für sie so menschlich.
00:26:46: Ich glaube, ich hat sie da schon eine gewisse Anziehung gespürt, auch wenn man mit fünfzehn schon von Liebe sprechen kann.
00:26:52: Ein Gefühl der Liebe.
00:26:54: Aber diese Stellung, diese Position hat halt das alles im Keim irgendwie erstickt.
00:26:58: Ich mein, im Musical gibt es ja auch das Lied, wo sie sich dann verlobt haben.
00:27:03: Nichts ist schwer.
00:27:05: Und da ist eine Szene, in der sie sich miteinander unterhalten und eher ... gibt ihr dann eine Kette.
00:27:11: Hier nimm diese Kette als Zeichen, dass du nun bei mir bist.
00:27:15: Und sie sagt dann, wie kostbar und er legt sie ihr um.
00:27:18: Und sie sagt, wie schwer die Kette ist.
00:27:20: Und das finde ich ist ein super gutes Bild.
00:27:23: So wenn es einfach nur um die beiden gegangen wäre, dann glaube ich, hätten die schon glücklich werden können.
00:27:27: Aber das Problem war halt einfach, Sissy war für dieses höfische Leben überhaupt nicht.
00:27:33: erstens nicht erzogen.
00:27:34: Zweitens war sie auch von der Persönlichkeit sehr scheu und ... freiheitsliebend und nicht repräsentativ.
00:27:40: Das war halt das, was ihnen dann eine glückliche Ehe leider nicht möglich gemacht hat.
00:27:46: Ja, es ist ja auch Wahnsinn.
00:27:48: Also diese Erwartungen und das beschreibt ja auch, Rita, haben wir auch sehr gut widern, dass sie auch nach Österreich kommt und dieser ganze Aufwand, der da getrieben wird und sie ist da auf diesem, sie fährt dann auf der Donau und überall stehen die Leute genau und begrüßen sie.
00:28:05: Und wie schon gesagt, es handelt sich hier um eine fünftzehn- fast sechzehnjährige, die das alles und die vorher noch nie irgendwie höfisch repräsentieren musste.
00:28:16: Ich glaub, das wird oft immer vergessen, wie jung sie eigentlich war.
00:28:19: Es gibt ja auch dieses Zitat von ihrer Mutter, Lulu Vika, die halt im Nachhinein mal gefragt wurde, so ja, hat sie sich denn nicht gedacht, so sie kannte ja ihre Tochter, hatte sie sich nicht gedacht, dass das vielleicht irgendwann mal schwierig werden könnte, diese Verbindung.
00:28:32: Und sie sagte dann immer, wie du es auch vorgesagt hast, dem Kaiser von Österreich gibt man keinen Korb.
00:28:37: Also, Lulu Vika war sehr auch unter dem ... Sag ich jetzt mal nicht unter der Fuchtel, aber sie hat sehr viel Respekt für ihre Schwester Sophie gehabt, also die Erzherzogin Sophie, die Mutter von Franz Josef.
00:28:48: Und ich glaube, da wurde einfach weniger darüber nachgedacht, wie das sich in der Zukunft entwickelt.
00:28:54: Und einfach, ja, sie passt, sie ist dynastisch, ist sie aus der richtigen Familie.
00:28:59: Und die beiden Mütter müssen das ja als riesiges Glück gesehen haben, dass da am Anfang auch wirklich von Elisabeth und Franz Josef da so eine Attraktion oder so ein ... Ja, so ein Verliebtsein war, weil die beiden hatten das einfach nicht.
00:29:12: Ich glaub, da wurde einfach nicht genau genug hingeschaut.
00:29:15: Ja, klar.
00:29:17: Es ist ja eben auch interessant, weil es ist ja wirklich auch die Spätphase der großen Dynastien, Europa.
00:29:24: Franz Josef war, endlich ist richtig im Kopf, nicht der letzte Kaiser, der vorletzte.
00:29:28: Aber der letzte hat ja auch nur ganz kurz noch regiert.
00:29:33: Ich musste da auch immer wieder bei dem so, auch wenn da Brigitte Hammern auch so die ganzen ... politischen Implikationen da auch immer mit reinbringen, was ich auch sehr spannend finde, dass sie das auch so immer verbindet.
00:29:44: Mit diesen Personen musste ich auch öfters an einen sehr guten Roman denken, den ich vor einer gewissen Weile gelesen habe, Josef Roth, Radetzki Marsch.
00:29:54: Und das ist so ein Buch, da geht es um drei Generationen, so eines Adelsgeschlechts, das so langsam aufsteigt, aber halt auch am Ende der österreich-ugerischen Monarchie.
00:30:05: Und der so wirklich so eine Parabel auf diesen Niedergang dieses riesen, riesen viel völkerreiches eigentlich auch ist.
00:30:14: Das finde ich persönlich auch immer sehr faszinierend.
00:30:16: Und es schlägt sich ja auch wiederum in Sissi Biografie wieder, weil sie ja zum Beispiel auch ungarisch gelernt hat.
00:30:25: Um auch so ein bisschen der Sophie auch was auszuwischen war so mein Eindruck.
00:30:29: Ja, das ist auch wieder so eine Sache, wo man halt merkt.
00:30:33: Sie war eine echte Person.
00:30:34: Sie hatte Vorlieben, sie hatte Ängste.
00:30:36: Und wie schon gesagt, die Schwiegermutter, Erzherz, Herz, Herzogen, Sophie, die war halt ganz und gar unzufrieden.
00:30:42: Also am Anfang war sie noch sehr zufrieden.
00:30:44: Das sieht man auch in der Biografie sehr gut, wie sie sie halt immer lobt, wie sie alles lernt und wie anmutig und lieb.
00:30:50: Aber sobald dann nach der Hochzeit zu dieser Alltag-Einkehrte, da wurde halt ziemlich schnell klar, dass Elisabeth ... ihren Erwartungen nie gerecht werden kann.
00:31:01: Und sie hatte halt hohe Erwartungen.
00:31:02: Das wird auch im Musical eben in dem Lied, eine Kaiserin muss glänzen, wird das sehr, sehr klar, dass halt die Erwartungen, die da an sie herangetragen wurden, die konnte sie gar nicht erfüllen.
00:31:13: Und auch im Musical wird eben erwähnt ... als sich verschiedene Politiker beraten, ob man den Elisabeth auf die Seite der ungarischen Sache ziehen könnte.
00:31:23: Weil es war ja eben nach dem Revolutionsjahr, und wurde ja eben die Stellung von Ungarn in dieser königlich-keiserlichen Monarchie debattiert.
00:31:33: Und da wurde auch geschaut, so könnte man Elisabeth vielleicht irgendwie auf die ungarische Seite ziehen, weil sie liebt alles, was ihre Schwiegermutter hasst.
00:31:42: Also das war, glaub ich, schon auch ein bisschen so ... Alles, was von der Schmiegermutter als gut wahrgehießen wird, da geht man automatisch in Habachtstellung und andersrum eben auch.
00:31:53: Genau, Sophie war eben sozusagen mehr auf der böhmischen Seite, also hat eben so das eben mehr so forciert.
00:32:00: Aber eben, das ist eben so interessant, dass da auch dann eben diese persönliche Ebene wiederum auch sehr eng mit der politischen Ebene verflochten ist, was glaube ich auch ... einen Druck erzeugt, den wir uns wahrscheinlich auch nur sehr schwer vorstellen können.
00:32:15: Ja, sie hat auch ... Es war tatsächlich so diese Vermittlungsarbeit eben in der ungarischen Sache.
00:32:22: Das war das letzte Mal, dass sie sich politisch irgendwie engagiert hat.
00:32:27: Also, weil halt auch dadurch so viele ... Also, das hat ihr, ihrer Sache hat das nicht unbedingt geholfen.
00:32:33: Also, ihre Stellung bei Hofe wurde halt dadurch schlimmer denn je.
00:32:36: Weil gerade so dieser österreichische Adel ... Die haben schon sehr herabgeschaut auf die Ungarn und alle, die sich so mit der ungarischen Sache in Anführungszeichen gemein gemacht haben, waren Feinde.
00:32:48: Und Lisa beterte schon nicht die einfachste Stellung am Österreich oder am Wiener Kaiserhof, weil sie halt nicht als Stand ist gemäß angesehen wurde und keine richtige Kaiserin.
00:32:58: und dann auch das noch dazu.
00:32:59: Ja, absolut.
00:33:01: Es ist ja auch eben Österreich, Ungarn ... vergisst man auch immer wieder, was auch alles irgendwie dazugehört hat.
00:33:09: Also es ging ja bis in die heutige Ukraine.
00:33:11: und wie einfach letztendlich das auch so eine, ich sag jetzt mal, deutschsprachige Hegemonie einfach auch war, die lange auch bis danach noch irgendwie fortgewirkt hat, kenn ich jetzt zumindest persönlich aus Erfahrung so aus, aus Slowenien oder den anderen Balkanstaaten, wo man bis heute auch immer noch so diesen habsburgischen Einfluss.
00:33:33: teilweise sieht und die aber eben, wie du sagst, keine Rolle gespielt haben zu einem großen Teil in dieser Monarchie, gerade in der Zeit.
00:33:42: Ja, es war eine absolutistische Monarchie.
00:33:44: Also gerade, Kaiser Franz Josef ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja, ist ja.
00:34:00: Und ich könnte mir vorstellen, dass das auch einer der Gründe war, warum einfach die Ehe in den ersten Jahren nicht so den Staat bekommen hat, den sie gebraucht hat, weil er halt immer irgendwelchen Krisen nach Eifern musste und dann gab es Krieg.
00:34:14: Und sie konnte ihm ja da überhaupt nicht helfen.
00:34:20: Im Lied Elisabeth macht auf mein Engel, wird das sehr schön.
00:34:24: Da kommt er eines Abends an ihre Gemächer und sagt halt, alles läuft schief.
00:34:31: Es gibt eine Selbstmordwelle im Reich, neue Typhusfälle mit verschiedenen Bündnissen.
00:34:37: Wenn er mit Russland geht, krollt ihm England.
00:34:39: Wenn er mit England geht, zöhnt ihm Russland.
00:34:43: Was soll er tun?
00:34:44: Und er fragt sie halt dann so nicht um Rat, aber möchte halt einfach Zuspruch und möchte ... möchte bisschen beruhigt werden.
00:34:52: Und sie reagiert dann sehr streng und sagt, warum gehst du nicht zu deiner Mutter?
00:34:56: Sie war dir sonst auch immer lieber.
00:34:58: Weil eben bei diesen politischen Sachen Elisabeth schon sehr außen vorgelassen wurde auch.
00:35:03: Ja, ja.
00:35:06: Ein anderes wichtiges Thema, würde ich sagen, ist ja auch die Schönheit.
00:35:11: die eine sehr wichtige Rolle immer schon bei Herrschaftshäusern gespielt hat.
00:35:17: Und bei Elisabeth natürlich in einem sehr großen Maße.
00:35:21: Und ich würde da vielleicht mal kurz eine Stelle aus dieser Biografie vorlesen, über die wir jetzt hier auch die ganze Zeit reden.
00:35:31: Das ist nämlich der Anfang oder am Anfang des Kapitels Schönheitskult.
00:35:39: Diese sagenhafte Schönheit der Kaiserin Elisabeth entwickelte sich sehr langsam.
00:35:43: In ihrer Kindheit war sie ein eher derbes, bubenhaftes Geschöpf mit einem runden Bauerngesicht.
00:35:48: Als große Schönheit der herzoglichen Familie galt zunächst die ältere Schwester Helene.
00:35:53: Für sie wurde eine glänzende Partie, eben die mit dem Kaiser von Österreich, in Betracht gezogen.
00:35:58: Als dagegen die kleine Sissi ins Heiratsfeld gealter kam, so zwischen XIV und XV, machte sie ihrer Mutter große Sorgen.
00:36:05: Denn für eine gute Partie war sie immer noch nicht schön genug.
00:36:09: Vom Sächsischen Königshof kamen sie ohne Breutigam zurück.
00:36:12: Ludovica beklagte, sie habe keinen einzigen hübschen Zug auf Seite zwanzig.
00:36:21: Also, ich glaube, da steckt sehr viel drin in diesen Worten, was ich dir vielleicht ganz am Anfang fragen würde.
00:36:28: Ich habe auch mal Brigitte Hammann dann nochmal ge-googelt.
00:36:32: Sehr interessant, also sie selbst sagt auch, sie ist Historikerin und das ist ja auch kein geschützter Begriff, muss man dazu sagen.
00:36:39: Sie hat ja auch tatsächlich promoviert, wie ich gesehen habe, war aber eher so freie Historikerin, hat auch zu ganz vielen verschiedenen Themen gearbeitet, Hitlers Österreich zum Beispiel oder Hitlers Wien, solche Dinge.
00:36:51: Also hat sich sehr viel mit Österreich beschäftigt, ich sage jetzt vielleicht mal mit den populären Themen.
00:36:57: Und ihr Buch hatte ja auch einen ziemlich großen Erfolg, wie ich gesehen habe.
00:37:01: Ich muss dazu sagen, ich studiere ja auch Geschichte.
00:37:03: Und das ist auf jeden Fall zumindest natürlich kein... keinen Satz den man aus einer wissenschaftlichen perspektive glaube ich Von sich geben würde in so einem werk oder so eine passage weil es ja eine sehr Es hat was sehr werdendes und auch sehr viel behauptendes was irgendwie für mich auch ein bisschen befremdlich war, gebe ich zu.
00:37:30: Trotzdem war ja auch die Schönheit, kann man ja auch nicht sagen, hatte ja auch trotzdem auch eine Bedeutung gerade auch, wie wir schon gesehen haben, geopolitisch.
00:37:37: Also wie findest du da diesen Ton von Brigitte Hamann?
00:37:42: Also einerseits, ich meine, wir haben die Quelle von Ludwika keinen einzigen schönen Zug, aber andererseits glaube ich, diese Schönheit der Kaiserin Elisabeth, das war ja nichts, was sie zur Repräsentation oder für den Hof gemacht hat.
00:37:58: Das war ja alles streng privat.
00:38:01: Also, wir sehen es jetzt auch im Musical.
00:38:05: In der Reprise, eine Kaiserin muss glänzen.
00:38:08: Da ist ja dieselbe Melodie, wie eben in der ersten Interaktion des Lieds.
00:38:12: In der ersten singt halt Kaiserin Sophie, was sie sich alles falsch macht und warum sie nicht standesgemäß und warum sie keine gute Kaiserin ist.
00:38:21: Und in der Reprise ist es eben so, dass da über diesen Schönheitskult gesprochen wird.
00:38:26: Und sie hat ja unfassbar viele verschiedene Sachen.
00:38:29: Die hat ja sehr lange Haare, die sie auch gerne und gut gepflegt hat.
00:38:33: Und so, und das wird alles in dem Lied thematisiert.
00:38:35: Und da wird auch gesagt, unsere Kaiserin soll sich wiegen, kämmen, baden und erfrischen.
00:38:43: Dann hat sie keine Zeit, sich in die Staatsgeschäfte einzumischen.
00:38:47: Das war eine sehr private Sache, ihre Schönheit.
00:38:49: Das hat sie rein für sich gemacht.
00:38:51: Und ich glaube, um noch mal auf dieses Zitat zu kommen, diese Schönheit, von der da alle immer geschwärmt haben, ich glaube ... Da das ja was sehr Subjektives ist, vielleicht war das auch einfach eine Veränderung des Auftretens.
00:39:07: Wie sie sich vor Leuten gegeben hat, ich mein, sie war ja dann fast zwei Jahre aufgrund ihrer Krankheit vom Wienerhof entfernt und dann kam sie wieder.
00:39:16: Und ich glaube schon, dass die Leute sie einfach nicht wiedererkannt haben, weil sie ist erwachsen geworden.
00:39:20: Sie hat sich anders gegeben, sie hat sich auch mit der Schmiegermutter mal angelegt.
00:39:24: Und jetzt eben um auf Brigitte Hammer noch mal zurückzukommen, es ist schon sehr Werten.
00:39:32: Aber ich glaube, es spielt auch so, wie sie gesehen wurde, spielt das sehr gut wieder.
00:39:38: Am Anfang, ja, da kommt dieses Kind und die ist keine richtige Kaiserin und deswegen ist sie auch irgendwie hässlich.
00:39:43: Und deswegen finden wir die nicht schön.
00:39:47: und dann ist sie eine Zeit lang weg und dann kommt sie wieder und dann ist sie selbst bestimmt und dann entscheidet sie selber.
00:39:53: wie sie ihre Zeit verbringt und wie ihre Kinder erzogen werden.
00:39:56: Und dann ist das ein ganz anderes Auftreten.
00:39:58: Aber ja, die Passage ist jetzt nicht, sag ich jetzt mal, das historisch fundierteste.
00:40:05: Aber ich finde, es spiegelt schon so die Wahrnehmung von den Leuten in der Zeit wieder.
00:40:10: Wie sie dann auf sie gewirkt haben muss, als sie wieder kam und eben Erwachsener und auch einfach Reifer war.
00:40:17: Ja, man muss natürlich auch.
00:40:19: der Brigitte Hammer zugestehen.
00:40:21: Es ist natürlich auch ein Buch, was für eine größere Öffentlichkeit geschrieben wurde.
00:40:26: Es muss auch vielleicht ein bisschen narrativer sein, deswegen.
00:40:29: Und ich will jetzt auch eher wirklich keine mangelnde Quellenarbeit unterstellen, weil sie zitiert auch wirklich wahnsinnig
00:40:35: viele.
00:40:35: Aber klar, das Rundebauern Gesicht, das ist jetzt schon eine sehr ... it's a reach, sag ich jetzt mal.
00:40:40: Ja,
00:40:41: aber deswegen ist ja auch interessant, ich glaube ja auch, die Biografie ist älter.
00:40:44: Es muss ja älter sein, wie du gesagt hast, als das Musical ...
00:40:47: Das sind achtzeiger Jahre, meine ich.
00:40:49: Mhm.
00:40:50: Wie ist denn das für dich aus, ja, aus, aus vielleicht, feministisches vielleicht ein bisschen hochgegriffen, aber Perspektive, also die Darstellung von Elisabeth als Frau letztlich in dem Musical zum Beispiel auch im Vergleich zu dieser Biografie?
00:41:06: Ich finde,
00:41:07: sie ist
00:41:08: dadurch schon, sag ich jetzt mal, feministischer, dass sie halt eine echte Frau sein darf, auch mit Schwächen.
00:41:13: Mhm.
00:41:14: Was ich an dem Musical so schön finde, Elisabeth wird nicht romantisiert.
00:41:17: Sie wird als eine ganz normale Frau dargestellt, die in der Situation ist, die ihr nicht passt.
00:41:22: Es wird auch überhaupt nicht romantisiert.
00:41:25: Sie hat, also ihre Kinder, eben Gisela und Rudolf, sie hat sie nicht mit der, sag ich jetzt mal, nötigen Aufmerksamkeit bedacht.
00:41:34: Also das war schon, klar wird man jetzt sagen, gut, Kinder, die sie vielleicht nicht mal haben wollte.
00:41:40: Aber ... Ihre, sag ich mal, Schattenseiten werden schon auch beleuchtet.
00:41:45: Und das finde ich ein sehr echtes Porträt, einfach.
00:41:49: Dass hier jemand mit all seinen Fehlern und Marken dargestellt wird und nicht, oh, die überragende Schönheit, der alle immer nur schlecht getan haben.
00:41:57: Ja, wie es halt in den Filmen mit Rumi Schneider der Fall war.
00:42:01: Also, Musical wird auch gezeigt, wenn sie mal trotzig reagiert, wenn man sich als, als sich selber denkt, Mensch, warum gibt sie denn da mal nicht klein bei?
00:42:09: Oder Mensch, warum ... Also, als Rudolf dann schon Bekanntschaft mit dem Tod gemacht hat und als sie ihm immer schlechter geht, da möchte man sie auch schon packen und schütteln und so.
00:42:19: Deinem Sohn geht's grade so, wie's dir ging.
00:42:22: Hilf ihm.
00:42:24: Nimm dich ihm an.
00:42:25: Aber das tut sie nicht.
00:42:26: Und daher, finde ich, aus feministischer Sicht ist es schon ein gutes Porträt, weil sie halt auch so gezeigt wird, wie sie war.
00:42:34: Ja, absolut.
00:42:35: Das war auch mein Eindruck, muss ich auch zugeben.
00:42:38: eben weil ich eben vorher nur die Filme kannte und dann eben so ganz andere Biografie quasi von ihr kennengelernt hat.
00:42:46: Ja, wir haben es ja schon angedeutet.
00:42:48: Am Anfang, das Musical fängt ja auch genau damit an und erzählt dann Rüggez, Sissi wird dann auch erschossen.
00:42:54: Erstochen.
00:42:54: Erstochen, Verzeihung, stimmt.
00:42:56: Es war der andere österreichische Adelige, der erschossen wurde.
00:43:01: Franz Werdinand.
00:43:02: Ja, doch, ja, genau.
00:43:05: Ja, ist ja auch ... auch eine interessante Entscheidung, das an den Anfang des Musicals zu stellen, oder?
00:43:12: Ja, aber ich finde auch gerade bei solchen Dingen, das finde ich immer sehr spannend, so okay, hier ist dieser Ausgangspunkt, wie sind wir da angekommen?
00:43:21: Und ich glaube auch, gerade durch diese, die Sissy-Filme, dass viele Leute das gar nicht wissen, wie sie denn tatsächlich gestorben ist, und das ist schon eine
00:43:27: sehr... Ja, wo sie auch nicht.
00:43:29: Brutale Art und Weise war und auch, dass das ein Politikum, das halt politisch war.
00:43:34: So, es war jetzt kein Versehen, sondern es wurde, also dieser Mann, Lucheni, glaub ich, hieß der, der hat ja gezielt in den Zeitungen gelesen, dass da, also sie wurde zwar unter einem Zeutonym geführt, aber der hat das halt, wie worked it out, dass das die Kaiserin Elisabeth ist und ist ja auch gezielt, gefolgt und aufgelauert.
00:43:53: Also das war schon auch geplant und hatte den politischen Charakter.
00:43:59: Ich würde vielleicht dich nochmal so auf einer größeren Ebene was fragen wollen, weil ich fand das auch sehr spannend, dass mich das einerseits selbst auch so fasziniert hat, jetzt auch, als ich das nochmal gelesen habe, auch das Musical.
00:44:16: Und ich habe auch eine Zeit lang sehr intensiv, als er auch gerade neu rauskam, die Netflix-Serie The Crown zum Beispiel gesehen.
00:44:23: Weiß nicht, hast du sie auch gesehen?
00:44:25: Ja, genau.
00:44:25: Ich hab
00:44:26: das auch durchgesuchtet.
00:44:28: Ich nämlich auch.
00:44:29: Und ich war so fasziniert von diesem ... von diesem Leben.
00:44:34: Und von diesen ganzen Implikationen, die das hat, wenn man eben sozusagen qua Geburt irgendwie ... ein souverän ... ist.
00:44:45: Und ... Es ist ja schon auch so, diese Faszination ist ja bis heute umgebrochen an Figuren.
00:44:51: Es gibt natürlich so bestimmte schillernde Figuren.
00:44:53: Ich würde mal auch eine Lady Diana, würde ich damit auch mal runterzählen.
00:44:56: Es ist hier natürlich Lisa Bett, aber auch viel weiter zurückreichend.
00:45:03: Irgendwie ist da so eine wahnsinnige Faszination dafür, diese Herrscher, Figuren und auch ihr Leid.
00:45:11: weil das das auch sehr ausgebreitet wird, wie jetzt zum Beispiel Musical Elizabeth oder auch in dieser Biografie.
00:45:16: Und man weiß wahnsinnig viel darüber und denkt wahnsinnig viel darüber nach.
00:45:21: Wie muss sich Lady Diana gefühlt haben?
00:45:23: Wie muss das für ihre Söhne gewesen sein, als sie hinter diesem Saak herlaufen mussten, als Lady Diana bestattet wurde und so weiter.
00:45:31: Aber die Frage ist ja schon berechtigt, warum interessiert uns das so, wenn ... Man muss es ja ganz ehrlich sagen, diese Menschen, also eine Kaiserin Elisabeth, hatte einen riesigen Hofstart zur Verfügung.
00:45:48: Also nicht alles für sich selbst allein, aber sie hat ja deutlich besser gelebt als der Durchschnitt der Bevölkerung damals.
00:45:56: Auch heutzutage oder auch dann eben The Crown spielt dann natürlich auch in der Nachkriegszeit.
00:46:00: Trotzdem hat diese Familie wahnsinnig viel Geld.
00:46:05: Und es gibt ja auch viele Stimmen, die sagen, wieso sind die überhaupt noch in einer mächtigen Position?
00:46:11: Wieso sind die nicht auch abgesetzt worden, wie eben in Österreich oder in Deutschland oder in vielen anderen Ländern Europas?
00:46:17: Also, warum sollten wir uns dafür überhaupt ... oder warum ist es okay, sich dafür zu interessieren, sozusagen, auf dieser moralischen Ebene?
00:46:26: Also, ich glaube, einerseits schon, dass in einer demokratischen Gesellschaft Königshäuser keinen Platz haben sollten.
00:46:34: Also, ich mein ... Ich sag das jetzt auch als jemand, der in England geboren und teilweise auch gewachsen ist.
00:46:39: Die Royal Family ist da ein riesiges Thema, aber ich finde schon, so in meinem tiefsten Herz der Herzen in der Demokratie sollte niemand besser als der andere sein.
00:46:47: Und ich finde gerade mit so einem Titel hat man das aber eben schon.
00:46:52: Und dennoch die Faszination, glaub ich, liegt für viele und auch für mich darin.
00:46:57: Diese Menschen, sie haben alles.
00:46:58: Sie haben Geld.
00:46:59: Sie haben jetzt vielleicht nicht mehr, aber damals hatten sie Macht.
00:47:03: Sie haben alles, was sie jemals wollen könnten, ist mit einem Fingerschnippen für sie bereit.
00:47:09: Und trotzdem sind sie unglücklich.
00:47:11: Ich glaub halt vor allem bei jetzt Kaiserin Elisabeth oder auch Lady Diana.
00:47:15: Die werden weitaus nicht so sagen, um Wogen, wenn die das schillerste, glücklichste Leben geführt hätten.
00:47:21: Weil sie eben, sie hatten alles, und trotzdem gab es was, was Geld nicht kaufen konnte.
00:47:26: Trotzdem waren sie auf ihre Art und Weise unglücklich.
00:47:28: Ich mein, bei Elisabeth eben auch dieses Haar dann mit der höfischen Rolle, mit der Repräsentation, die Ehe, die so schwierig war, die Missgünstlinge bei Hof, die Schwiegermutter.
00:47:40: Ja, also ich glaub einfach, dieses, okay, die haben alles, aber auch denen geht's nicht gut.
00:47:46: Dass das die Leute so bisschen fasziniert auch.
00:47:49: Es ist eine sehr gute Antwort.
00:47:53: Und kann ich, glaube ich, auch unterschreiben, weil ich das auch immer so... Es ist ja was Erationales auf eine gewisse Weise.
00:48:00: Und diese Zweigleisigkeit, wie du sagst, ist auch irgendwie einfach da bei so etwas.
00:48:07: Und ich gebe auch zu, es ist natürlich... Ich hab auch, das ist auch irgendwie vielleicht auch was Kindliches, aber ich hab auch einfach einen Faible für Prunk und irgendwie so schöne Dinge und gebe zu, dass ich da ... auch für die Kleidung, das ist ja ... ist ja wahrscheinlich bei dir auch so.
00:48:28: Und das ist ja auch eine Faszination, die heute auch noch fortlebt, wenn man dann so Serien wie Bridgeten oder sowas ansieht.
00:48:34: Und wie viel auch über gerade diese Zeit der Aristokratie immer noch wieder ... Ja, ich würde nicht sagen, wiedergekäutert.
00:48:42: Doch, schon.
00:48:43: Das ist ja ein Dauerteam.
00:48:45: Weil du auch sagst, das Äußere, das Opulente, das verkauft sich halt auch besser auf einen Grillen-Ethui oder einem Fächer oder sonst was.
00:48:55: Ich glaub, das Optische hat da schon auch einen großen Part darin, dass man halt lieber vielleicht über unglückliche Menschen mit Diamantenkronen hört, als unglückliche Menschen in ärmlichen Hütten, weil die Menschen in den ärmlichen Hütten, das könnte man selber halt mal sein.
00:49:11: Das hört man nicht so gerne.
00:49:12: Das ist jetzt auch übertrieben gesagt, die ärmlichen Hütten.
00:49:15: Ich glaube, dass Leid an höherer Stelle mehr Entertainment-Value hat, weil man das weiter von sich entfernt sieht.
00:49:22: Weil das andere, so Wohnungslosigkeit oder Krankheit, das könnte einem ja alles selber passieren.
00:49:29: Man ist davon nicht so weit entfernt.
00:49:31: Aber diese prächtigen Figuren und auch die sind unglücklich, ich glaube, dass das einen großen Teil der Faszination auch ausmacht.
00:49:39: Absolut.
00:49:40: Und es hört ja auch nicht bei Herrscherhäusern auf.
00:49:43: Ich meine, wir haben halt heute unseren anderen Herrscher-Stars, genau.
00:49:48: Und selbst in der Politik gibt's das ja auch.
00:49:50: Es gibt es in Deutschland recht wenig, würde ich sagen.
00:49:53: Aber ich meine auch, US-Präsidentinnen wurden, muss man nicht ändern, US-Präsidenten wurden auch abgekultet.
00:50:01: oder da gibt's auch...
00:50:04: Die Kennedy's zum Beispiel.
00:50:05: Das ist
00:50:05: ja auch so eine ... Sagen ja auch viele, the closest thing the U.S.
00:50:10: had to a royal family.
00:50:12: Also
00:50:12: ...
00:50:13: Weil halt auch dieser Punk und dieses Ach und Jackie Kennedy und was hat sie heute wieder an?
00:50:19: und
00:50:19: jetzt sind
00:50:19: die Kinder angezogen und sie sind so eine perfekte Familie.
00:50:22: Und
00:50:22: trotzdem war nicht alles perfekt.
00:50:24: oder in Frankreich, dass die Frau des Präsidenten immer traditionell ein Interview in die L geben muss.
00:50:30: Was das für eine riesige Diskussion war, dass die Frau von Macron älter ist als er und seine ehemalige Lehrerin.
00:50:39: Und gleichzeitig auch vielleicht auf dieser sehr ... Ich sag mal auch auf dieser bösen Ebene, weil es gibt ja auch viele Leute, die ... wahnsinnig viel, keine Ahnung, über Josef Stalin zum Beispiel wissen oder kenne ich auch bei mir selber, dass ich eine sehr große Faszination zum Beispiel für Josef Prostito habe, der dann eben das sozialistische Guslawien.
00:51:01: war einfach ein Kommunist, der quasi auch sicher sehr froh war, dass den Österreich-Ungarn nicht mehr in Kroatien und Slowenien regiert hat.
00:51:10: Und der einfach auch eine faszinierende Biografie hat.
00:51:13: Schillernd, wie sonst was, hat Partisanenkampf geführt gegen die Nazis im Zweiten Weltkrieg und um den auch ein Riesenkult gemacht wurde, später propagandistisch in Jugoslawien.
00:51:23: Und ich geb zu, ich muss unbedingt eine Tito-Biografie lesen, weil es ist einfach Wahnsinn.
00:51:29: Und der hatte auch ... oder so was in Jugoslawien, und er wurde geliebt.
00:51:36: Aber schau dir mal heute das an.
00:51:38: Die Menschen, die am ehesten von Wohnungslosigkeit bedroht sind, sind in den USA, trotzdem diejenigen, die sagen, ich will Donald Trump und Elon Musk, finde ich klasse.
00:51:49: Ich glaub, das liegt auch in der Natur des Menschen, dass man so diese Reichen, diese Schönen, diese Mächtigen, dass man die einfach immer ein bisschen zu sehr idealisiert.
00:52:00: Auch bei Elisabeth, das war keine, wie sie in den Filmen, keine Tier- und Kinderliebe, Frau, die ihren Mann abgöttisch geliebt hatten, die wirklich immer nur das Beste wollte, die konnte auch launisch sein und schwierig.
00:52:13: Und ich meine, gerade so diese, in der Biografie und auch im Musical, wie sie vor diesen repräsentativen Aufgaben so davonrennt, fast schon.
00:52:22: Das war was, was in mir manchmal so ein bisschen, nicht Frustration, aber Unverständnis ausgelöst hat.
00:52:27: Du bist in dieser Lage, du hast dich dafür entschieden.
00:52:30: Du musst materiell dich um nichts sorgen.
00:52:33: Mhm.
00:52:34: Aber trotzdem kannst oder willst du das irgendwie nicht?
00:52:37: Ja.
00:52:37: Also...
00:52:39: Absolut.
00:52:39: Das ist auch ein sehr schöner Rückbezug, will ich mal sagen.
00:52:42: Weil ich mir auch eben gefragt habe, wie gut kann eben zum Beispiel auch Geschichte in so populäreren Formen wie Musical oder so was dargestellt werden.
00:52:52: Das finde ich eine sehr interessante und spannende Frage.
00:52:53: Und ich glaube, da würde ich auch sagen, da hat das Musical einen sehr guten Punkt.
00:52:58: getroffen, dass es eben die gängigen Vorstellungen erschüttert sozusagen und auch wirklich sich daran orientiert an den Quellen, wie du gesagt hast, an der Biografie oder sicher auch noch weitere Recherche und würde ich sagen, ist nur zu unterstützen aus meiner Perspektive.
00:53:14: Definitiv.
00:53:15: Ich meine, es gibt ja auch in Musicality Nummer Kitsch.
00:53:18: dem der Tod über Elisabeth singt und auch so bisschen auf die moderne Zeit Bezug nimmt und sagt hier, Souvenirs gibt es von ihr hier als liebende Frau und Mutter und dann sagt ja, eure Elisabeth, die waren echt ganz anders, die war egoistisch, die hat eigentlich nur an sich selber gedacht.
00:53:36: Also auch sich zitiere, richtet sich in der Schweiz ein Nummernkonto ein und die Menschen im eigenen Land die hungern.
00:53:46: Ja, ungeschönt.
00:53:48: Und das finde ich so schön daran.
00:53:49: Ja.
00:53:50: Irgendwie.
00:53:51: Aber das ist ein sehr schöner Schlusssatz, Megan.
00:53:54: Aber bevor wir diese Aufnahme zu Fulminant beenden, wäre natürlich jetzt noch die Frage, wenn ihr liebe Hörerinnen jetzt auch so Lust bekommen habt, euch noch mehr mit kreiseren Elisabeth zu befassen.
00:54:07: Äh, wo sollen sie denn anfangen, Megan?
00:54:10: Hast du irgendwelche Empfehlungen?
00:54:12: Also, ich würde vielleicht ... Ich würde von der Netflix-Serie würde ich ein bisschen abraten.
00:54:18: Oder auch die RTL-Serie gibt's ja auch.
00:54:20: Stimmt, es gibt da so viele.
00:54:22: Wie schon gesagt, Sissy fasziniert immer noch, der Einfluss ist ungetrübt.
00:54:26: Aber davon würde ich abraten.
00:54:28: Ich würde empfehlen, vielleicht auch ... Ich find die Biografie von Brigitte Hamann ist ein guter Startpunkt auf jeden Fall.
00:54:35: Sie hat auch eine Biografie über ihren Sohn Rudolf geschrieben.
00:54:39: Und ansonsten ... Ich hab jetzt keine ...
00:54:43: Das Musical halt wahrscheinlich einfach, ne?
00:54:45: Ja,
00:54:46: ansonsten das Musical.
00:54:48: Das gibt einen guten Anknüpfungspunkt, um dann selber auch noch weiter zu recherchieren.
00:54:51: Um zu sagen, Mensch, okay, mich interessiert das.
00:54:54: Wie war das mit dem Selbstmord von ihrem Sohn?
00:54:56: Und wie war das eigentlich bei ihr in der Familie wirklich?
00:54:59: Definitiv das Musical und vielleicht nicht die Netflix-Serie oder die RTL-Serie.
00:55:05: Ja.
00:55:06: Liebe Leute, geht's ins Theater.
00:55:07: So ist es.
00:55:09: Wichtige Aufruf am Ende.
00:55:10: Okay.
00:55:11: Ja, Megan, vielen lieben Dank auch noch mal, dass du auch dich hier so präsentiert hast.
00:55:18: Das war wirklich toll.
00:55:19: Ich danke dir.
00:55:20: Also danke, dass du dir die Zeit genommen hast und auch die Probleme mit dem Video-Equipment auf dich genommen hast.
00:55:27: Ich war da gänzlich useless.
00:55:29: Sehr gerne, sehr gerne.
00:55:30: Wir hatten ein paar Breakdown-Momente, bevor es losging, aber ich hoffe, es funktioniert jetzt alles.
00:55:36: Und ja, liebe Hörerinnen, wenn euch diese Folge gefallen hat, dann freuen wir uns natürlich, wenn ihr uns auch Rückmeldungen gebt.
00:55:43: Wenn ihr aber auch noch weiterführende Fragen oder Kritik habt, meldet euch auch gerne.
00:55:47: Wir haben eine E-Mail-Adresse
00:55:57: podcast.atm-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-m-.
00:56:03: Ihr könnt euch auch auf Instagram melden, da heißen wir ... Ich bring immer die Handles durcheinander.
00:56:10: Etfeuer-Fan-Unterstrich-Podcast.
00:56:13: Und genauso heißen wir auch auf Mastodon, falls ihr Meta nicht unterstützen möchtet, was ich sehr gut nachvollziehen kann.
00:56:20: Und ja, dann sagen wir bis zum nächsten Mal, sollen wir noch einmal realistisch in die Kamera winken?
00:56:26: Ja,
00:56:26: das machen wir.
00:56:28: Tschüss.
00:56:29: Tschüss.
00:56:33: Feuer und Fan ist eine M-Aufwärtsproduktion, ein Angebot der Media School Bayern.
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